Neue SPICE-Modelle für die Varistorserien CapGuard + TransGuard Automotive von AVX

Hallbergmoos/München, 31.07.2017 – AVX, ein führender Hersteller und Lieferant von passiven Elektronikbauelementen und Steckverbinderlösungen, hat für seine Multilayer-Varistoren CapGuard™ Automotive und TransGuard® Automotive neue SPICE-Modelle entwickelt.

Die SPICE-Modelle erlauben Design-Ingenieuren, die Leistungsdaten dieser Bauteile in ihren Schaltungen genau abzuschätzen noch bevor die ersten Muster vorhanden sind. Darüber hinaus können durch die Wahl der genau passenden Komponenten die Schaltungen entsprechend ihrer Spezifikation exakt optimiert werden. Diese Möglichkeiten führen zu kurzen Designzyklen, die besonders bei den qualitäts- und kostensensitiven Entwicklungen von Schaltungen für Automotive-Anwendungen von Bedeutung sind. Die neuen SPICE-Modelle sind zu jedem textbasierenden SPICE-Simulator kompatibel und können kostenfrei von der Design Tools Page von AVX heruntergeladen werden.

Mit Hilfe von SPICE-Modellen lässt sich schnell, einfach und kostengünstig die Integrität von elektronischen Schaltungen evaluieren, ihre Performance exakt simulieren und mögliche negative Eigenschaften wie z.B. parasitäre Widerstände und Kapazitäten, identifizieren und korrigieren.

Die CapGuard Automotive SMD-Serie von AVX kombiniert Multilayer-Varistor (MLV)- und hochkapazitive, temperaturstabile X7R Multilayer-Keramikkondensator (MLCC)-Technologien in einem einzigen, hochzuverlässigen Bauteil. Dieses ist gekennzeichnet durch einen bidirektionalen Einschwingspannungsschutz, eine ausgezeichnete EMI/RFI-Dämpfung über ein weites Frequenzspektrum und Multiple-Strike-Fähigkeiten. Die CapGuard-Varistoren im kompakten Formfaktor sind nach AEC-Q200 qualifiziert und eignen sich bestens zum Schutz empfindlicher Elektronik vor Hochspannungsstörsignalen und zur Filterung von hochfrequentem EMI/RFI Noise, z.B. in Stromversorgungsystemen.

Die TransGuard Automotive SMD-Serie von AVX besteht aus Zinkoxid-basierenden Keramik-Halbleiterbauteilen mit nichtlinearen, bidirektionalen Spannungs-Strom (V-I)-Charakteristiken ähnlich denen von Back-to-Back Zenerdioden. Die Varistoren bieten einen bidirektionalen Überspannungsschutz und EMI/RFI-Dämpfung in einem kompakten Single SMT-Gehäuse. Typische Anwendungen sind Fahrzeuge aller Art mit Verbrennungs- und Hybridmotoren.
AVX GmbH

Die AVX Corporation ist ein führender internationaler Hersteller und Lieferant von passiven Elektronikbauteilen und Verbindungslösungen mit weltweit zwanzig Produktionsstätten und Lägern in elf Ländern. AVX bietet eine breite Palette an Komponenten einschließlich Kondensatoren, Widerständen, Filter, Schutzschaltungen und Streckverbinder. Das Unternehmen wird öffentlich an der New York Stock Exchange (NYSE: AVX) gehandelt.

Als Mitglied der Kyocera Group seit 1990 ist AVX das einzige Unternehmen, das berechtigt ist, die elektronischen Komponenten von Kyocera in Amerika und Europa zu vertreiben. Die in Kyoto, Japan, ansässige Kyocera Corporation ist ein führender internationaler Lieferant von Steckverbindern, Kondensatoren, Keramikresonatoren, SAW-Filtern und Duplexern sowie von Kristalloszillatoren und Timing-Bauteilen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.avx.com

Automotive Connectors hat nun Kostal im Programm

Der Webshop von Deytrade www.automotive-connectors.com hat bekannt gegeben, dass ab jetzt der deutsche Steckverbinderhersteller Kostal im Sortiment ist.

Diese Steckverbinder sind unter anderem in Fahrzeugen von BMW, Mercedes und anderer Premiumhersteller verbaut. Im Shop sind zunächst Stecker der Serien MLK 1,2 und SLK 2,8 zu finden.

Je nach Bedarf wird das Sortiment von Kostal weiter ausgebaut und auch Kits und Pigtails werden angeboten. Das Sortiment finden Sie unter http://automotive-connectors.com/kostal.html.




Über die Kostal Gruppe

Die KOSTAL Kontakt Systeme GmbH ist ein Unternehmen der KOSTAL Gruppe, das sich mit der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von elektromechanischen Bauelementen, im Wesentlichen Steckverbindungen beschäftigt. Vorwiegend handelt es sich um applikationsspezifische Produkte für die Automobilindustrie. Der Mehrwert für unsere Kunden besteht unter anderem aus der Systemkompetenz, die durch die große Bandbreite der vorhandenen Technologien der KOSTAL Gruppe bestimmt wird. Unseren Kunden bieten wir die Komplettlösung aus einer Hand, aber auch das Einzelprodukt.

Flachsteckergehäuse und Steckverbinder online kaufen

Die Firma DeyTrade Connecting aus Bad Oeynhausen bei Bielefeld verkauft Fahrzeugsteckverbinder zur Montage oder Reparatur von Kabelsätzen (ugs. Kabelbäumen). Ein breites Sortiment der Hersteller Delphi Connection Systems, Company Deutsch, Amphenol Sine Systems sowie FEP Steckverbindern für VW Projekte sind ständig ab Lager verfügbar und werden branchenuntypisch ohne Mindestbestellwert ab Stückzahl 1 angeboten.

Neben Bedarfen für Erstmuster, Prototypen und Kleinserien werden auch Serienprojekte angeboten und beliefert. Durch eine eigene Lagerhaltung wird eine entsprechende Belieferung pünktlich nach Terminvereinbarung oder per Abruf realisiert. Kunden von DeyTrade Connecting können so die eigene Lagerhaltung abgeben oder reduzieren und entsprechende Kosteneinsparpotenziale realisieren.

Neben den Komponenten zur Montage von Kabelsätze bietet DeyTrade Connecting auch komplette Kabelsätze nach Kundenvorgabe auf Anfrage an. Das Steckverbinder-Sortiment ist zu finden unter www.automotive-connectors.com.

eCarTec in München 2015

Auf der Münchner Fachmesse für Elektromobilität, eCarTec präsentierten vom 20. bis 22. Oktober 2015 wieder zahlreiche Hersteller von Autoelektrik und KfZ Stecker innovative Produkte  rund um das Automobil von morgen. Schwerpunkt der eCarTec ist alles rund um Elektro- und Hybrid-Mobilität.



Die Ausstellungsbereiche lauteten unter anderem Powertrain, Bikes, Electric Vehicles und Mobile Concepts. Das Thema laden und speichern war wieder zentrales Thema und wird es wohl auch in den Folgejahren noch bleiben.

Zu den Ausstellern gehörten neben Autofirmen auch Energieunternehmen und Herrsteller von Speichertechnologie.

Zielgruppe der Messen sind neben den Herstellern und Konstrukteuren auch Händler, Designer, Ingenieure und Entwickler von E-Autos. Privatpersonen waren ebenfalls als Besucher der Messe zugelassen. Letztere konnten beim Messebesuch auch schon mal selber ein Elektrofahrzeug fahren, allerdings gab es hier teileweise lange Schlangen vor den Fahrzeugen.

Parallel zur Ausstellungsmesse fand auch ein Fachkongress statt, bei dem der eCarTec Award verliehen wurde. Dieser bayrische Staatspreis für Elektromobilität wird in 4 Kategorien verliehen und ist insgesamt mit 60.000 Euro dotiert.

Diese sind:

  • Eletric Vehicle (Gewinner 2015: Nissan)
  • Energy & Infrastructure / Energy Storage (Gewinner 2015: Bender, Grünberg)
  • Powertrain & Electrics (Gewinner 2015: ZF Friedrichshafen)
  • Sustainable Product & Mobility Concept (Gewinner 2015: Aldi Süd)

Die 9 Mitglieder der Award-Jury bestehen aus Hochkarätern aus der Welt der Elektro- & Hybrid-Mobilität. Alle Gewinner und die Belobigungen in der jeweiligen Kategorie sind auch im eCarTec Award-Yearbook unter http://www.ecartec.com/gewinner-2015/?lang=de gelistet.

Für den Award 2016 kann man sich noch bis zum 31. Juli 2016 bewerben. Die eCarTec 2016 findet vom 18.20. Oktober in der Messe München statt.

Stecker für LKW und andere Großfahrzeuge

Oft liest man im Zusammenhang mit Steckverbindern von Autos, in der letzten Zeit auch besonders im Zusammenhang mit der Elektromobilität (elektrische betriebene Fahrzeuge und Hybridautos). Aber auch in LKW, Bussen und Einsatzfahrzeugen, sogar bei militärischen Fahrzeugen, sind KfZ-Stecker nicht mehr wegzudenken.



Denn auch diese Fahrzeuge haben immer mehr Sensoren und elektrische Geräte ihren Platz. Von der Navigation über die Sitzheizung bis zum Airbag.

Dabei sind die Anforderungen an Steckverbinder für Lastkraftwagen noch um ein vielfaches höher als für PKW. Während ein Stecker bei einem Auto mindestens 15 Jahre und/oder 240.000 Kilometer aushalten muss, geht man bei LKW bei gleicher Laufzeit von mindestens 1.500.000 Kilometer aus.

Video über den Ausbildungsberuf des KfZ-Mechatroniker für LKW

So lernen schon Azubis von Anfang an, Steckerverbindungen richtig zu verarbeiten und anzuschliessen. Für angehende KfZ-Mechatroniker gehören Elektronik und die Stecker zum kleinen 1×1 wie das Alphabet für einen Grundschüler.

Zu den führenden deutschen Herstellern gehört Bosch. Die Firma Deutsch Connectors ist übrigens amerikanisch.

Wie weltweite Pannenstatistiken beweisen, sind defekte Stecker und andere Elektronikprobleme die häufigste Ursache für liegengebliebene oder nicht startende Fahrzeuge. Das gilt sowohl für PKW als auch für LKW.

Mitte Juni 2015 findet in Würzburg der 9. Anwenderkongress für Steckverbinder statt. Ich freue mich schon auf den Besuch und werde wieder praxisorientierte Vorträge zu technischen Aspekten hinsichtlich Design und Einsatz moderner Steckverbinder zu hören.

Modulare Vernetzungsstrategien für die Bordnetzarchitektur der Zukunft

In Zukunft werden vermehrt modulare Steckverbinder mit ungeschirmter Implementierung von 100-Mbit/s-Ethernet in Fahrzeugen verbaut werden, sowohl als Twisted-Pair-Konfiguration als auch als Sternvierer-Konfiguration. Beiden werden nebeneinander in den automobilen der nächsten Generation existieren.



Die Analysten der Autombobil- und Elektrotechnik-Branche sind sich einig: in der nächsten Fahrzeuggeneration werden Ethernet-Systeme in immer größerem Umfang verbaut. Die Analysten von Strategy Analytics sagen zum Beispiel voraus, dass die Anzahl der verbauten Ethernet-Steckverbindern bis 2020 auf über 140 Millionen Stecker pro Jahr ansteigen werden.

Gerade der erwartete Boom der Elektrofahrzeuge aber auch die immer besser ausgestattenen Ober- und Mittelklassewagen tragen massgeblich zu dieser Entwicklung bei.

Anwendungsgebiete und Bordnetztopologie

Die Ethernet-Technologie wird die Lücke zwischen den niederbitratigen Bussystemen (CAN/LIN, FlexRay, MOST50) und den hochbitratigen Datenprotokollen (LVDS, APIX,  MHL, USB 2.0/3.0) schließen. Es ist geplant, das automotive Ethernet mit zwei verschiedenen Datenraten einzuführen: 100 Mbit/s und 1 Gbit/s.

Protokollübersicht Fahrzeug
Protokollübersicht Fahrzeug

Die BroadR-Reach-Variante des Protokolls von 100-Mbit/s-Ethernet wird in der OPEN Alliance SIG standardisiert und steht zur Zeit für erste Pilotimplementierungen bei diversen OEMs im Fokus. Die Normung der 1 Gbit/s wird als Standard IEEE 802.3bp wird hingegen durch die Arbeitsgruppe RTPGE (Reduced Twisted Pair Gigabit Ethernet) vorangetrieben.

Das Ziel ist in beiden Fällen,  Twisted-Pair Leitungen (ungemantelt und ungeschirmt) als Übertragungskanal zu qualifizieren. Für 100 Mbit/s sieht zumindest der Verzicht auf Schirmung bereits vielversprechend aus. Ob dies allerdings auch für die 1 Gbit/s gilt, ist aktuell Gegenstand der Untersuchung.

Unter Umständen ist für 1-Gbit/s-Ethernet sogar ein zweites Datenpaar erforderlich. Dies würde aber die Verwendung eines koaxialen Übertragungskanals (Fakra) als geschirmte und zugleich preislich attraktive Fallback-Lösung verhindern. Hier bleibt derzeit nur abzuwarten, was die Halbleiterhersteller auf der PHY-Seite möglich machen können.

Voraussichtlich werden beide Übertragungsgeschwindigkeiten in Zukunft benötigt, um die E/E-Vernetzung des Backbones sowie von Kamera- und Sensorapplikationen mit einem einheitlichen Übertragungsprotokoll zu ermöglichen.

Rückblick Steckverbinderkongress 2015

Vom 15. bis 17 Juni 2015 fand der 9. Anwenderkongress für Steckverbinder in Würzburg statt. Über 300 Besucher und 41 Aussteller aus Industrie, Handel und Forschung lauschten gespannt den 18 Vorträgen und besuchten die Workshops, Grundlagenseminare und Postervorträge, um sich über die aktuellen Entwicklungen in der Verbindungstechnik zu informieren.

Als Blog für KfZ Steckverbinder war für mich natürlich der Vortrag von Stephan Kunz von derRosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG mit am interessantesten. Er widmete sich in seinem Vortrag den Fahrzeugtrends der Zukunft. (genauer Titel „Systemanforderungen und Lösungen für die Fahrzeugtrends der Zukunft“).



Laut Kunz werden zukünftig Datenraten von 10 MBit/s bis 12 GBit/s der Industriestandard im Automotive Sektor sein. Er ging in seinem Vortrag von drei Hauptentwicklungen aus:

  1. Assistenz- und Sicherheitskonzepte
  2. Mobilitätskonzepte
  3. Connectivity und Infotainment

Die Assisistenz- und Sicherheitskonzepte betreffen zum Beispiel Kamerasysteme, Surround View. Die Mobilitätskonzepte beschäftigen sich mit Hybrid- und Elektroantrieben, insbesondere die Optimierung der Antriebstechnik. Die Connectivity und  Infotainment-Konzepte drehten sich um hochauflösende Displays sowie die Steuergerätevernetzung.

Die größte Herausforderung in der Zukunft sieht Kunz in der Integration der Kfz-Steckverbinder in das Bordnetz und der elektrischen Nichtbeeinflussung der Systeme bei Verwenden einer Baukastenstrategie. Die Firma Rosenberger hat mit der Produktpalette MTD, FAKRA und HSD Steckverbinder entwickelt, die die Anforderungen von 10 MBit/s bis 12 GBit/s bereits heute erfüllen.

rosenberger-steckverbinder

Weitere Infos zu den Rosenberger Powersteckverbinder finden Sie unter: http://www.rosenberger.de/de/products/automotive/ropd.php

 

Herausforderungen bei Automobil-Kontaktierungen

In einem weiteren Vortrag zum Thema KfZ Steckverbinder von Bert Bergner von TE Connectivity ging es um „Miniaturisierte Automotive Steckverbinder für 1 GBit/s Ethernet“.

Er ging dabei vor allem auf das Automotive Ethernet als Herausforderung für Kabelbaum und Kontaktierung ein. Nach Prognose von Bergner wird in ca. 3 Jahren (2018) das Ethernet im Automotive-Bereich Einzug gehalten haben. Wenn man  gewisse Verarbeitungsregeln einhält, können auch Standard KfZ-Steckverbinder mit 100 MBit/s Ethernet funktionieren. Ziel sollte aber 1 GBit/s für zukünftige anspruchsvolle Aufgaben sein.

Dafür sind allerdings spezielle, HF-optimierte Konstruktionen der KfZ-Steckverbinder eine notwendige Voraussetzung. Eine Grundlage bilden aber auch nach wie vor  bewährte und miniaturisierte Kontaktsysteme.

Kritisch sieht Bergner dagegen ungeschirmte Systeme.